Kompetenzen

Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Das Verkehrsstrafrecht hat Vorwürfe zum Gegenstand, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begangen werden. Jeden Straßenverkehrsteilnehmer können daher verkehrsstrafrechtliche Vorwürfe treffen.

Zu den verkehrsstrafrechtlichen Vorwürfen zählen die Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB (Alkohol und Drogen am Steuer), die Gefährdung des Straßenverkehrs nach § 315 c StGB (insb. die sieben Todsünden im Verkehr), der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr nach § 315 b StGB (Fahrzeug als Waffe), die Nötigung nach § 240 StGB (Drängeln, dichtes Auffahren), das unerlaubte Entfernen vom Unfallort nach § 142 StGB (Unfallflucht), sowie, sobald ein anderer Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommt, Vorwürfe der fahrlässigen Körperverletzung nach § 229 StGB oder der fahrlässigen Tötung nach § 222 StGB.

Unterhalb der Schwelle des Verkehrsstrafrechts werden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung als Ordnungswidrigkeiten verfolgt. Hier droht zwar keine Vorstrafe, jedoch mitunter ein erhebliches Bußgeld sowie ein Fahrverbot. Die möglichen Vorwürfe im Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht sind äußerst vielfältig und reichen von Vorwürfen im Zusammenhang mit Abstandsmessungen und Geschwindigkeitskontrollen, über Rotlichtverstöße, bis hin zu Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten bei Berufskraftfahrern.

Sie sollten grundsätzlich nicht zu Ihrer eigenen Überführung beitragen und insbesondere Atemalkohol- und Drogentests im Zusammenhang mit Verkehrskontrollen grundsätzlich verweigern und im übrigen schweigen. Seit diesem Jahr dürfen allerdings Polizeibeamten selbst über eine Blutentnahme entscheiden und diese anordnen. Eines richterlichen Beschlusses bedarf es nicht mehr.

Die Chancen der Verteidigung im Verkehrsstrafrecht können bei möglichst früher Einschaltung eines qualifizierten Strafverteidigers durchaus gut sein. Bereits im Ermittlungsverfahren gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit denen der Ausgang eines Verfahrens zum Positiven beeinflusst werden kann.

Die Verteidigung durch einen qualifizierten Strafverteidiger ist bei verkehrsstrafrechtlichen Vorwürfen aber auch deshalb wichtig, weil häufig der Führerschein davon abhängt. Fast immer wird bei einer Verurteilung wegen verkehrsstrafrechtlichen Delikten ein Fahrverbot ausgesprochen oder gar der Führerschein entzogen.

Strafverteidiger Verkehrsstrafrecht - Mannheim & bundesweit

Rechtsanwalt Georgios Kolivas nimmt daher bei verkehrsstrafrechtlichen Verfahren immer auch die führerscheinrechtliche Seite ins Blickfeld. Er berät und verteidigt Sie bei verkehrsstrafrechtlichen Vorwürfen bundesweit.

Rechtsanwalt Kolivas steht Ihnen aber auch bei Verkehrsordnungswidrigkeiten zur Seite.

Wenn Sie mit Alkohol am Steuer erwischt werden, müssen Sie bereits ab 0,3 Promille mit einer Strafe bzw. einem Bußgeld rechnen. Entscheidend ist immer die Situation des Einzelfalls.

Aktuell gelten im Straßenverkehr die folgenden Promillegrenzen:

  • 0 Promille-Grenze: Die 0 Promille-Grenze gilt ausschließlich für Fahranfänger innerhalb der ersten zwei Jahre ab Erwerb des Führerscheins und bis Vollendung des 21. Lebensjahres.
  • 0,5 Promille-Grenze: Bis zur Promillegrenze von 0,5 gehen Sie straffrei aus. Dies gilt aber nur, wenn Sie weder alkoholbedingte Fahrfehler begehen noch einen Unfall verursachen.
  • 0,3 bis 1,09 Promille: Mit einer Blutalkoholkonzentration zwischen 0,3 bis 1,09 Promille gelten Sie als relativ fahruntüchtig und begehen ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit. Verursachen Sie einen Unfall oder bestehen Ausfallerscheinungen, machen Sie sich sogar strafbar.
  • Ab 1,10 Promille: Man geht von der absoluten Fahruntüchtigkeit aus, selbst wenn Sie keine Ausfallerscheinungen aufweisen und auch keinen Unfall verursachen werden Sie strafrechtlich Verfolgt werden.

Mit diesen Strafen müssen Sie bei Alkohol am Steuer rechnen:

Es lassen sich grob drei Fälle unterscheiden: Das alkoholisierte Fahren ohne Ausfallerscheinungen, das alkoholisierte Fahren mit Anzeichen auf Fahruntüchtigkeit und das Verursachen eines Unfalls. Je nach Stärke der Alkoholisierung kommen folgende Sanktionen in Betracht:

  • Bußgeld gemäß dem Bußgeldkatalog für Alkohol am Steuer
  • Freiheitsstrafe
  • Geldstrafe
  • Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg
  • Fahrverbot
  • Führerscheinentzug (mit Sperrfrist)
  • Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, MPU

Die konkrete Strafe richtet sich einerseits danach, wie stark Sie alkoholisiert waren, andererseits aber auch danach, ob Sie Erst- oder Wiederholungstäter sind und ob Sie in einen Unfall verwickelt waren oder Fahrfehler begangen haben.

Rechtsanwalt Georgios Kolivas berät Sie hierzu gerne ausführlich und verteidigt Sie bundesweit, sollte Ihnen das Fahren unter Alkoholeinfluss vorgeworfen werden.