Kompetenzen

Betäubungsmittelstrafrecht

Das Betäubungsmittelstrafrecht dient primär der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität (Drogenkriminalität) und richtet sich sowohl gegen kriminelle Handlungen der Händler (Dealer) als auch an den einfachen Drogenkonsumenten.

Unter das Betäubungsmittelstrafrecht fallen alle Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Verfahren im Betäubungsmittelstrafrecht haben meist die folgenden Substanzen zum Gegenstand: Amphetamine wie LSD, Cannabisprodukte wie Haschisch und Marihuana, Ecstasy, Heroin, Kokain, Speed, Opium und Morphin.

Die Vorwürfe lauten in der Regel unerlaubte Einfuhr, unerlaubter Besitz oder unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Schmuggel von Betäubungsmitteln oder gewerbsmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Entgegen der weitläufigen Ansicht, der Eigenkonsum stehe nicht unter Strafe, ist der Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge strafbar und der Konsum an sich kann zumindest führerscheinrechtliche Konsequenzen haben.

Die Rechtsprechung nimmt eine „nicht geringe Menge“ grundsätzlich bei folgenden Mengen an:

Cannabisprodukte 7,5 g Tetrahydrocannabiol
Kokain 5 g Kokainhydrochlorid
Heroin 1,5 g Heroinhydrochlorid
LSD 6 mg Wirkstoff
Amphetamin 10 mg Amphetaminbase
Ecstasy 35 mg MDE-Hydrochlorid / 30 g MDMA-Base
Morphin 4,5 g Morphinhydrochlorid

Zur Aufklärung von Betäubungsmittelstraftaten betreiben die Ermittlungsbehörden regelmäßig großen Aufwand und schöpfen das gesamte Portfolio strafprozessualer Ermittlungsmaßnahmen (z.B. Telefonüberwachung, Bewegungsprotokolle, Einsatz verdeckter Ermittler, Durchsuchungen) aus. Eine effektive Strafverteidigung kann daher nur erfolgen, wenn sämtliche Ermittlungsbestandteile selbst kritisch ausgewertet werden. Sich auf die Auswertungen der Ermittlungsbehörden zu verlassen, kann sich fatal auswirken. Die Ermittlungsbehörden haben zwar die Pflicht objektiv zu ermitteln, doch oft werden falsche Schlussfolgerungen gezogen oder naheliegende Erklärungsmöglichkeiten ausgeblendet.

Gerade im Betäubungsmittelstrafrecht gibt es ein weites Spektrum an Verteidigungsansätzen. Neben den allgemeinen Ansätzen gibt es im Betäubungsmittelstrafrecht die Möglichkeit Aufklärungshilfe zu leisten (§§ 31 BtMG, 46b StGB) oder die Möglichkeit der Verbüßung einer Freiheitsstrafe durch Therapie zu entgehen (§§ 35, 36 BtMG).

Strafverteidiger Betäubungsmittelstrafrecht

Rechtsanwalt Georgios Kolivas berät und verteidigt bei betäubungsmittelstrafrechtlichen Vorwürfen sowohl in der Metropolregion Rhein-Neckar als auch bundesweit. In Notfällen (Verhaftung, Durchsuchung) steht Ihnen Rechtsanwalt Kolivas 24 Stunden am Tag zur Verfügung.